Hawaii

Vom 17.05.2015 bis 31.05.2015 haben wir drei Hawaii Inseln bereist (Oahu, Big Island und Maui). Auf jeder Insel hatten wir eine Unterkunft und einen Mietwagen gebucht. Auf Oahu haben wir im Hale Koa, auf Big Island im Kilauea Military Camp im Volcano Nationalpark und auf Maui im Courtyard von Marriott in Kahului übernachtet.

Oahu

Blick zum Diamond Head

Blick zum Diamond Head

Weg zum Diamond Head

Blick vom Diamond Head

Für den ersten Tag auf Oahu hatten wir uns die Wanderung zum Diamond Head vorgenommen. Da wir früh wach waren, waren wir auch kurz vor 7:00 Uhr bereits am Parkplatz. Das ist eine fast perfekte Uhrzeit, um den Menschenmassen der Tourbusse entgegen zu wirken, die schon vorher oder später nach 8:00 Uhr wieder kommen. Jedenfalls waren wir nach 20 Minuten oben und konnten die gigantische Aussicht auf das Meer, einen Leuchtturm und Honolulu genießen.

Waikiki Beach

Waikiki Beach

Yokohama Beach

Hanauma Bay

Entlang des Strandes von Waikiki Beach stehen viele Hotelanlagen und während unseres Aufenthaltes war es an den einzelnen Strandabschnitten immer sehr voll. Bei unserer Inselerkundung fuhren wir entlang der Westküste hoch bis zum Ende der Straße beim Kaena State Park an den Yokohama Beach. Wenn es nicht so heiß gewesen wäre, hätte sich sicherlich eine Wanderung zur äußersten Spitze der Insel angeboten. Da wir das jedoch bei diesem Wetter für keine so gute Idee hielten, blieben wir 2 Stunden am Strand, der bewacht, aber relativ leer war. Die Wellen waren toll, aber man musste sich auf eine ziemliche Unterströmung gefasst machen, weswegen wir auch immer in Strandnähe geblieben sind. Dieser Strandabschnitt bietet sich eher nicht zum Schnorcheln, aber dafür zum Surfen an.

Hanauma Bay

Hanauma Bay

Makaluu Lookout

Leuchtturm am Makaluu Point

Auf Oahu stand auch an einem Vormittag das Schnorcheln in der Hanauma Bay (ein Natur Reservat) auf unserem Programm. Das Wetter war bombig, die Wettervorhersage stimmte. Wir mussten wieder früh raus, da es dort nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen (300) gibt und wir vor 8:30 Uhr dort sein wollten. Wir haben es geschafft und waren bereits um 7:45 Uhr dort.

Leider gibt es an der Hanauma Bay so gut wie keine schattigen Plätzchen, aber das Schnorcheln an dem Korallenriff war Klasse und wir haben jede Menge bunter Fische gesehen. Leider hatte ich keine Kamera dabei, als eine rötlich braune Moräne vor meinen Augen auftauchte.

Auch bei unserem weiteren morgendlichen Ausflug zum Makapuu Point herrschte herrliches Wetter und wir konnten sowohl den Leutturm sehen, als auch vom Makapuu Lookout die grandiose Aussicht genießen.

 

Big Island

Drei Tage Big Island und der Volcano Nationalpark

Hawaiian Airlines hat es gut mit uns gemeint und uns für den Flug von Honolulu nach Hilo in die First Class upgegraded. Das hatte für uns – neben den sehr bequemen Plätzen in Reihe 1 - noch den Vorteil, dass wir für unser Gepäck keine Zusatzkosten zu bezahlen hatten und wir die Lounge bis zum Abflug nutzen durften. Der knapp 1-stündige Flug führte uns mit guter Sicht auf Molokai und Maui nach Big Island.

Der Flughafen in Hilo ist nicht groß und alles ging schnell vonstatten, so dass wir rasch unsere Koffer und unser Mietauto hatten.  Auf dem Weg zum Volcano Nationalpark, wo wir im Military Camp für 3 Tage ein kleines Ferienhaus gemietet hatten, schauten wir uns noch die Mauna Loa Macadamia Plantage und die Fabrik an (Self Guided Tour – kostenfrei; Giftshop und Verkaufsraum vor Ort). Außerdem blieb noch genügend Zeit, um die Lava Trees bei Pahao anzusehen und die Straße bis nach Kalapana zu fahren. Der Ort wurde von der herunterfließenden Lava zerstört, aber die alte Holzkirche kann noch angeschaut werden. Leider wechselte nun das Wetter und es zogen Regenwolken auf. Je weiter wir zum Volcano NP kamen, desto grauer, nebeliger und kälter wurde es.

Im Volcano NP hat man diverse Klimazonen. Der Parkeingang befindet sich auf ca. 1200 m. Man findet dort karge Lavalandschaften in verschiedenen Farben vor und auch Regenwald. Da wir wussten, dass es hier oben kühler ist, waren wir entsprechend ausgerüstet. Das Wetter wechselt ziemlich schnell. Wenn die Sonne heraus kommt, wird es ruckzuck auch knallheiß und im nächsten Moment, wenn Wolken aufziehen, dann kühlt es rigoros ab. Es empfiehlt sich immer auch warme Kleidung und einen Regenschutz dabei zu haben.

Nachdem wir im Military Camp eingecheckt hatten und unser Ferienhäuschen in Empfang genommen hatten, gingen wir noch auf Erkundungstour. Vom Visitor Center Jaggar-Museum hatte man einen guten Blick auf den Kilauea und Halemaumau. Leider haben wir aber aufgrund der Wetterverhältnisse während unseres 3-tägigen Besuches keine aktive Lava sehen können. Es war eher bewölkt, nebelig und regnerisch. Die beste Zeit für Unternehmungen war der frühe Morgen bis gegen Mittag. Am Abend zog sich alles zu, so dass auch auf den Krater der Caldera kein Blick möglich war, der auch nur im geringsten eine rote Lava im Dunkeln hätte erkennen lassen.

Nach unserem Besuch im Jaggar Museum sind wir in die andere Richtung des Parks gefahren und noch ein kleines Stück durch den Regenwald bis zu einer Lava Tube gegangen. Die Thurston Lava Tube war beleuchtet und man konnte durch gehen wie in einem Tunnel. Der Weg war ziemlich matschig, weil es geregnet hatte, aber der Regenwald wunderschön.

Am 2. Tag hatten wir uns die Chain of Crater Road vorgenommen und fuhren bis ans Ende der Straße (20 Meilen) hinunter an den Pazifik. Dabei kamen wir an diversen Lavafeldern und Kratern vorbei. Am Ende der Straße gab es eine kleine Rangerstation und man wurde mit einem super Blick auf die Steilküste und einen Sea Arch belohnt. Uns fiel auf, dass die erkaltete Lava unterschiedliche Farben hat. Wir kamen an Lavafeldern vorbei, die bräunlich und bereits bewachsen waren, aber auch an Lavafeldern, die tiefschwarz waren und wo kein Pflanzenwuchs festzustellen war. Ein Gespräch mit dem Rancher brachte Licht in unser Dunkel: das erste Lavafeld (Braun und mit Pflanzen) ist 500 Jahre alt und das andere (Schwarze) erst 40-50 Jahre. Diese Lava hat auch das Dorf Kalapana und die Straße zerstört, die einst eine Rundfahrt durch den Park und entlang der Küste ermöglicht hatte.

Der Montag war Feiertag (Memorial Day) und der Wetterbericht versprach für den Vormittag trockenes Wetter bei angenehmen Temperaturen. Unsere Ziel für den Vormittag war der Kilauea Iki Trail, ein ca. 7 km Loop, der uns zuerst durch den Regenwald hinunter auf einen erkalteten Lavasee führte. Wir überquerten den Lavasee und kamen dabei an einigen Stellen vorbei, an denen noch Dampf von unten zwischen dem Lavageröll heraus trat. Der Rückweg führte am Ende des Lavasees durch den Regenwald wieder nach oben. Eine insgesamt sehr schöne Wanderung, die ca. 2,5 Stunden dauerte.

Nachmittags fuhren wir dann Richtung Kona und machten am Punaluu Beach einen kurzen Stop. Der Strand besteht aus feinem tiefschwarzen Sand und zwischen den Felsen kommen die Grünen Seaturtles an Land, die wir dann auch tatsächlich dort das erste Mal in freier Natur und am Strand liegend zu Gesicht bekamen. Einige Meilen weiter befindet sich die Punaluu Bakery, bei der es frisch zubereitete Backwaren und leckeres Hawaiian Bread gibt, mit dem wir uns stärkten. Danach fuhren weiter zum Pu’uhonua o Honaunau National Historical Park. Dort schauten wir uns ein altes Hawaiianisches Dorf an und gingen anschließend den etwas steinigen Trail von 1871 bis zur Alahaka Ramp bevor wir zum Volcano NP zurück fuhren.

 

Maui

Haleakala Nationalpark

Haleakala Nationalpark

Parking Lot Haleakala

Über den Wolken

Fahrt zum Sonnenaufgang auf dem Haleakala

Unser Wecker rappelte am 27.05.2015 um 3:00 Uhr und um 3:30 Uhr waren wir bereits unterwegs um hoffentlich den Sonnenaufgang auf dem über 3000 m hohen Haleakala sehen und erleben zu können. Die Fahrzeit für die knapp 60 km von Kahului zum Haleakala beträgt 1,5 bis 2 Stunden. Die Fahrt lief ganz gut, allerdings gab es dann einen – aus uns noch verborgenen Gründen – gegen 4:45 Uhr einen Stau. Wie sich herausstellte staute es sich am Eingang des Nationalparks und es dauerte gute 30 Minuten bis wir das Kassenhäuschen erreicht hatten. Vom Parkeingang zum Summit fährt man nochmals gute 15 bis 20 Minuten. Uh, das wurde jetzt aber doch knapp, denn um 5:38 Uhr sollte der Sonnenaufgang sein.

Wir kamen kurz vor knapp oben an und mussten uns erst einmal noch schnell unsere warmen Jacken überziehen. Auf 3000 m hatte es gerade mal 4 Grad oder so. Dann galt es noch ein schönes Plätzchen zu finden, denn außer uns hatten ja weitere gefühlte 200 oder mehr Menschen die Idee den Sonnenaufgang dort anzuschauen.

Kurzum, wir haben ihn gesehen: einen grandiosen Sonnenaufgang auf über 3000 m Höhe über den Wolken stehend und die Sonne hinter den Wolken auftauchend. Nö, es lässt sich nicht beschreiben – es war umwerfend und einfach nur schön anzusehen. Und wir hatten echt Glück an diesem Morgen. Die Wettervorhersage war richtig!

Vom Haleakala sahen wir dann auch endlich den Mauna Loa und den Mauna Kea auf Big Island. Sie ragten in der Ferne aus den Wolken. Es war uns auf Big Island ja leider nicht gelungen diese beiden Berge wegen des bewölkten Wetters dort zu Gesicht zu bekommen.

Road to Hana

Wasserfall im Regenwald

Wasserfall

Stop unterwegs

Wai'anapanapa State Park

Wai'anapanapa State Park

Am 28.05.2015 hieß es wieder früh aus den Federn. Wir wollten die berüchtigte Road to Hana befahren. Man hatte uns im Hotel gesagt, dass die Touristenbusse zwischen 7:00 Uhr und 8:00 Uhr in den Hotels die Gäste einsammeln und dann die Strecke befahren. Wir wollten vermeiden hinter einem der Busse herfahren zu müssen, weswegen wir uns dann auch um 7:00 Uhr auf die Strecke begaben.

Die Road to Hana an der Nordküste von Maui ist eine ca. 60 bis 70 km lange, sehr schmale und ziemlich kurvenreiche Küstenstraße, die zudem über 54 Brücken führt, die teilweise nur einspurig zu befahren sind. Man kommt an zahlreichen Wasserfällen vorbei und fährt durch Regenwald. Unterwegs kommt man an einigen kleinen hawaiianischen Stateparks vorbei, wo es Parkplätze, Toiletten und Picknickmöglichkeiten gibt.

Es ist ein Erlebnis, diese Strecke zu fahren, aber es ist auch sehr anstrengend. Für die einfache Strecke benötigt man von Kahului bis Hana ca. 2 ½ bis 3 Stunden.

Kurz vor Hana lohnt ein längerer Aufenthalt am Wai’anapanapa State Park. Der Strand und die Felsen sind schwarz.

Hana

Koki Beach

Flagge

In Hana selbst gab es nicht viel zu sehen, so dass ein längerer Aufenthalt im Ortskern bzw. in der Bucht für uns wenig her gab. An der Hauptstraße gab es ein kleines Einkaufszentrum mit einem Souvenirshop, Restaurant und Postamt. Dort hielten auch die Touristenbusse an und machten Mittagspause. Kurz hinter Hana gab es noch bei einem Foodtruck eine preisgünstigere Möglichkeit ein Lunch einzunehmen und noch ein weiteres Stück weiter bestand die Möglichkeit einen roten Sandstrand (Kaihalulu Beach) zu sehen. Schwimmen ist hier aufgrund von Strömungen nicht zum empfehlen, jedoch am nachfolgenden Strand (Hamoa Beach) möglich.

Der Hamoa Beach war dann auch das Ende unserer Tour. Die Straße in Richtung Kaupo lässt sich weiter befahren, ist jedoch noch enger und darf mit einem Mietauto wohl nicht befahren werden? Wanderungen sind hier laut Reiseführer einige möglich, die wunderschön sein sollen. Leider hatten wir dafür keine Zeit, denn vor uns lagen ja noch weitere 3 Stunden Rückfahrt.

Aloha Hawaii – Unvergesslich wird es für uns bleiben!